9 Gründe, warum Du Deine Urlaubsfotos lieber analog machen solltest!

Tacho!

Die Urlaubssaison ist ja mittlerweile wieder gestartet und damit rücken auch die Abende näher, an denen Du die 2000 Bilder des Italienurlaubs Deiner Freunde ansehen darfst. Oder umgekehrt. Wäre es nicht schön, wenn wir das umgehen und gleichzeitig auch noch viel schönere Erinnerungen schaffen könnten? Geht nicht? Doch, und zwar genau so:

1. Die Spannung

Bis wir das fertige Bild tatsächlich sehen, vergehen nach der Aufnahme noch ein paar Tage. In dieser Zeit steigen die Vorfreude und die Spannung, was nun eigentlich auf dem Bild zu sehen ist. Wenn dann der Umschlag mit den Bildern in der Drogerie liegt, ist das immer ein bisschen wie ein Geburtstagsgeschenk auszupacken.

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2. Die “Unperfektheit”

Wenn dann einige Bilder nicht so richtig gut geworden sind, ist das trotzdem nicht tragisch. Im Gegenteil: Viele Bilder rufen den Moment noch lebendiger wieder in Erinnerung, wenn man weiß, dass das Bild nur schief ist, weil man gerade von einem Kamel angestubst wurde.

3. Der Überraschungseffekt

Ein paar Bilder werden nicht so werden, wie Du sie Dir vorstellst. Sondern viel besser! Du wirst überrascht sein, wie gut die Aufnahmen geworden sind und auch, welche Bilder Du überhaupt gemacht hast. Denn viele Momente vergessen wir wieder und erinnern uns erst daran, wenn wir das Foto in Händen halten.

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4. Du hast ALLE Fotos in der Hand

Apropos in Händen halten: Das ist wohl einer der größten Pluspunkte beim analogen Fotografieren. Du kannst sie Deinen Eltern und Freunden zeigen, Deiner Freundin als Postkarte schicken oder eine schöne Collage machen. Denn wenn wir ehrlich sind, drucken wir doch die wenigsten unserer digitalen Bilder im Anschluss aus und verwenden sie. So geht die schöne Erinnerung dann einfach verloren.

 

5. Bewusster reisen

Zugegeben, die Beschränkung auf 200 oder 300 Bilder mag anfangs zu restriktiv klingen. Wenn wir uns aber überlegen, was wir alles auf 300 Bildern festhalten können, ist das gar nicht mal so wenig. Der große Vorteil liegt darin, dass wir uns viel genauer umschauen, unsere Umgebung viel bewusster wahrnehmen und uns fragen: Ist das jetzt wirklich ein Bild wert? So bekommen wir zum Schluss genau die Bilder und die Momente geliefert, die unseren Urlaub wirklich ausgemacht haben.

Quelle: pixabay

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6. Erinnerungen für die Ewigkeit

Analoge Fotos sammeln sich nicht auf Deiner Festplatte, sondern in Deinen Fotoalben. Irgendwann wirst Du beim Aufräumen oder beim Umzug wieder darauf stoßen und unwillkürlich in dem Fotoalbum blättern, das Euren ersten gemeinsamen Urlaub oder den ersten Urlaub mit Euren Kindern dokumentiert.

7. Die Ausrüstung ist viel günstiger

Gute analoge Kompaktkameras oder auch Spiegelreflexkameras kosten heutzutage nicht mal 50 €. Zwei Dreierpackungen Filme dazu kosten acht Euro und die Entwicklung und Abzüge der Bilder drei Euro pro Film in der Drogerie. Damit kostet die gesamte Ausrüstung samt 216 Bildern gerade mal 55 € – 75 €. Polaroidkameras bekommst Du sogar schon für 20 € – 30 €!

Für eine gute digitale Kompaktkamera hingegen solltest Du mindestens 120 € einplanen und bei digitalen Spiegelreflexkameras bekommst Du für 75 € nicht mal ein Objektiv. Für den geringen Preis ist es den Versuch und den Spaß auf alle Fälle mal wert. Oft haben auch die Eltern oder Großeltern noch eine Analogkamera herumliegen, sodass Du sogar diese Kosten noch sparen kannst!

8. Analog macht Spaß!

Wer einmal eine Polaroidkamera in der Hand hatte, weiß, dass man sie nur schwer wieder weglegen kann. Dasselbe gilt aber auch für andere analoge Kameras. Das Gefühl, mit einfacher Technik schöne Fotos zu machen und dabei in Omas und Opas Fußstapfen zu treten, ist einfach toll.

Quelle: pixabay

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9. Du brauchst keinen Akku

Du machst gerne Tagesausflüge, gehst lange campen oder bist in Ländern mit schlechter Stromversorgung unterwegs? In diesem Fall kennst Du das Problem der mangelnden Lademöglichkeiten für Handy und Co. Statt also Deinen Handyakku für Fotos zu verschwenden, spare ihn für schwierige Zeiten und nimm stattdessen die analoge Knipse. Deren Batterien, wenn überhaupt benötigt, halten mehrere Monate.

Trotzdem nicht auf digital verzichten

Der Umgang mit analogen Kameras braucht etwas Übung, Du solltest also vor dem Urlaub schon mal einen Testfilm knipsen. Tipps zum Einstieg und Umgang mit Analogkameras findest Du hier der Webseite unter Dein Start in die Welt der Fotografie.

Außerdem gibt es auch Situationen (beispielsweise in der Dämmerung oder nachts), in denen die alten Kameras einknicken. Daher solltest Du immer eine kleine digitale Kompaktkamera oder Dein Handy dabei haben, damit Du im Zweifelsfall sicher sein kannst, dass Du den schönsten Moment Deines Urlaubs auch tatsächlich festgehalten hast.

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Dieser Artikel wurde von mir zuerst für barcoo verfasst und dort veröffentlicht. Ich möchte dem geneigten Leser den Inhalt aber nicht vorenthalten 😉

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4 Antworten

  1. Markus Thoma sagt:

    Schöner Beitrag! Ich finde das Gefühl der Analogen Fotografie auf Reisen auch super. Daher habe ich meine letzte Türkeireise auch primär analog fotografiert. In meinem ersten Blogbeitrag habe ich damals auch beschrieben, wieso die analoge Fotografie für mich nicht tot ist.

    Gruß,
    Markus

  2. Danke für den schönen Artikel! Ich habe immer „nur mal so“ fotografiert, hatte aber meistens eine Kamera dabei, wenn ich in der Natur unterwegs war. Digitalkameras haben mich dann gar nicht mehr gereizt und mit dem Handy macht man ja wirklich absolut wahllose Bilder. Danke, dass du mich ans Fotografieren erinnerst hast, so wie ich es kenne und bestimmt schon über10 Jahr nicht mehr gemacht habe.

  3. Marcel sagt:

    Hallo Scully!

    Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Mensch, da freue ich mich ja, dass ich die Erinnerung wieder geweckt habe! Dann hat der Blog heute schon sein Soll erfüllt 🙂 Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und wenn Du magst, kannst Du Deine Bilder (oder welche von Deiner Kamera) ja hier oder auf der gleichnamigen Facebookseite mit uns teilen!

    Viele Grüße,
    Marcel

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