Kickstarter Projekt: Hawkeye 35 Adapter Kit

Analoge Kodak Box Kamera

Hawkeye 35 Adapter Kit

Bei Kickstarter gibt es ja ab und zu ganz interessante Projekte. Gerade im Bereich der analogen Fotografie tut sich da immer mehr, was ja im Prinzip löblich ist.

Doch bei diesem Projekt bin ich etwas skeptisch. Es geht um das Brownie Hawkeye 35 Adapter Kit, mit dem 35mm Kleinbildfilme in der Kodak Brownie Hawkeye Kamera genutzt werden können.

Das klingt an sich erst mal vielversprechend, aber ist das wirklich sinnvoll?

Kodak Brownie Hawkeye 35 Werbung

Warum ist der Hawkeye35 Adapter notwendig?

Die Kodak Brownie Hawkeye 35 Kamera ist eine normale Boxkamera wie z.B. die Agfa Box 44 (4 Mark-Box), welche bei uns sehr verbreitet ist. Der Adapter ist für die Verwendung der Kamera eigentlich zwingend erforderlich. Denn die Kodak Brownie Hawkeye Kamera nutzt 620-Rollfilm, der heute kaum noch zu beschaffen ist.

Der 620er Film ist eine Erfindung von Kodak und sehr viele Rollfilmkameras von denen haben dieses Format genutzt. Dabei ist es im Prinzip nichts anderes als ein normaler 120er Rollfilm. Der einzige Unterschied ist der wesentlich dünnere Spulenkern und kleine Spulenräder, sodass die Filmrolle insgesamt kompakter wird.

Mit sehr viel Feilerei an den Spulenrädern bekommt man auch eine normale 120er Rolle in diese Kameras, aber schön ist das nicht. Glaubt mir, ich habe es probiert. Macht keinen Spaß.

Gibt es eine Alternative?

Ja, die gibt es. Sogar gleich zwei!

Wenn ihr mal an einen alten 620er-Film kommt, hebt den Spulenkern auf! Dann könnt ihr im Wechselsack ganz einfach einen normalen 120er-Film draufspulen.

Oder man bastelt sich einen Adapter ganz einfach selbst. Denn es gibt genügend Beispiele für DIY-Adapter, die funktionieren. Da hilft es, einfach mal zu googeln. Es ist schließlich keine neue Mode, mit Kleinbildfilm in Rollfilmkameras zu fotografieren.

Man muss dem Adapter aus dem Kickstarter Projekt aber zugute halten, dass eine spezielle Abdeckung mitgeliefert wird. Diese wird in die Kamera eingesetzt und minimiert den Lichteinfall durch das rote Sichtfenster, durch das üblicherweise die Bildzahl abgelesen wird.

Das Kickstarter-Video des Projektes

Fazit

Je mehr ich mich mit dem Hawkeye35 Adapter (zum Kickstarter Projekt) auseinandergesetzt habe, desto weniger Zweifel habe ich an der Sinnhaftigkeit. Das Projekt wird zwar nur einen relativ kleinen Kreis an Interessenten ansprechen, aber die Finanzierungssumme ist mit 1000 € auch nicht sehr hoch angesetzt. Daher gehe ich nicht davon aus, dass es sich bei dieser Aktion um Geldschneiderei handelt, sondern vielmehr um ein Liebhaberprojekt.

Fragwürdig oder zumindest komisch bleibt dennoch die ungewöhnliche Belohnung in Form von Dateien für 3D-Drucker. Diese sind bei uns noch nicht sehr verbreitet und wahrscheinlich schließen sich mit dem Druck noch Folgekosten an. Aber sei’s drum. Immerhin bekommt man ab einer Summe von 50 € auch gleich den fertigen Adapter mitgeliefert.

Irgendwie bewundere ich Mark aber dafür, dass er dieses Projekt in Angriff genommen hat. Es gehört schon einiges an Planung und Vorarbeit dazu, so etwas auf die Beine zu stellen. Von daher wünsche ich ihm viel Glück und wenn ein paar Leute dann wieder analog fotografieren und Filme kaufen, umso besser! Die Finazierungsphase endet übrigens am 22.10.2017.

Keep Knipsing!

Euer Marcel

 

Titelbild: StockSnap auf Pixabay (Auf dem Titelbild ist keine Brownie Hawkeye zu sehen, sondern eine Brownie Flash B. Leider gab es keine lizenzfreien Bilder zu dieser Kamera.)

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