Eingestellt: AGFA Vista 200 wird nicht mehr produziert!

AGFA Vista 200 eingestellt

Nun hat es also den nächsten Film erwischt. Die Höhen und Tiefen der Filmverfügbarkeit nehmen 2018 kein Ende. Zuerst hat Fujifilm angekündigt, mehrere Filme einzustellen. Dann hat Kodak verlautbart, der Tmax 3200 kommt zurück. Und nun trifft es wieder einen Fuji-Film.

AGFA drauf, aber Fujifilm drin

Richtig, denn obwohl der Film unter Agfa-Gevaert N.V. (aka Agfa) vertrieben wird – produziert wird er in Japan. Vor dem Hintergrund der Bekanntgabe oben kommt es deshalb für viele nicht überraschend, dass auch dieser C41-Film begraben wird.

Für Fujifilm setzt sich damit die Serie der Konsolidierung in der Filmsparte fort. Bereits in anderen Artikeln habe ich angesprochen, dass dies wohl zugunsten der Sofortbildsparte passiert. Denn die Instax-Serie steht weiterhin relativ gut da und hier soll wohl auch 2018 verstärkt der Fokus in Sachen Produktion und Marketing liegen.

Abverkauf

Was jetzt passiert, ist relativ klar. Der Vista 200 wird noch abverkauft und ist hier bei uns in Deutschland gerade in den Drogerien noch oft vorrätig. Mit etwas Glück wollen diese das Lager schnell leeren und locken mit Rabatten. Ein Besuch der nächsten DM- oder Müllerfiliale kann deshalb wohl nicht schaden.

 

Alternativen zum Agfa Vista 200

Alternativen gibt es zum Glück einige. So wird der Tod des Afga Vista 200 wohl zu einer Belebung des Kodak Gold 200 führen. Dieser ist ebenfalls ein solider ISO 200 Farbfilm. Ebenso kann ich ruhigen Gewissens den Kodak Ultramax 400 empfehlen.

Wer es nicht so mit Kodak hat, kann aber auch auf eine Alternative aus dem Hause Fujifilm zurückgreifen. Denn auch der Fujifilm C200 ist ein grundsolider C41-Film, der Spaß macht!

 

Keep Knipsing,

Marcel

 

Quellen: Japan Camera Hunter (03.2018), Petapixel (03.2018); Titelbild: Lomography (03.2018)

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4 Antworten

  1. Kai sagt:

    Ich denke, dass die Knipser vermehrt zum Smartphone greifen und die Qualität im analogen Bereich durchgehend steigt. Entsprechend laufen die professionelle Filme, wobei die Amateurfilme abnehmen.
    Insgesamt ist der Agfa Vista ein schlichter Film, der gerade in der Lomography noch seine Anhänger haben dürfte. Doch ist dort das Angebot so groß, dass der Anteil pro Film geringer wird. Nicht zu unterschätzen ist aber, dass augenscheinlich die analoge Fotografie sowohl im professionellen Bereich wie auch bei den Amateuren wieder zunimmt.

    • Marcel sagt:

      Den Eindruck habe ich auch, ohne ihn konkret belegen zu können. Lediglich ein Filmhersteller hat mit im Gespräch mitgeteilt, dass der Absatz wieder steigt.
      Das so ziemlich niemand den Vista 200 vermisst, merke ich vor allem daran, dass er immer noch in den Drogerien ausliegt. Geht wohl nicht allzu gut weg..

  2. Peter sagt:

    Schade ist´s dennoch, auch wenn der Vista eigentlich ein simpler „Knipserfilm“ ist.
    An einem schönen Sommertag konnte das Ding aber durchaus hervorragende Ergebnisse bringen – Habe eine Serie Kinderbilder gemacht…Look wie 1986, schöne warme Farben, Schärfe passt auch. Im unteren Preissegment bricht da ein, wie ich finde, wichtiger Film weg. Zwar ist der Kodak Gold 200 im Prinzip mein Standardfilm bei CN…aber ab und an war der Vista mal ganz schön, wenn das Licht entsprechend war.

    Verschwörungstheorie: Fuji ist nicht entgangen, daß sich Filme durchaus wieder größerer Beliebtheit erfreuen – der Precisa CT (also der Fuji Provia 100) war hier vor Ort immer knapp – den habe nicht ich allein aufgekauft. 😉
    Eventuell dachte man sich: wir verramschen nicht mehr an einen Reseller, sondern machen das Geschäft selber.

    Von mir aus, dann legt aber bitte auch Eure Filme in die Drogerien, nur nicht zum doppelten Preis.

    Man darf gespannt sein, ob Kodak seinen E100 Diafilm über Rossmann / DM vermarken kann / will….

  3. Kai sagt:

    Das problem mit den klassischen Fotogeschäften und Drogerien ist die starre Kalkulation, die dann Preise ausrufen, die man am Markt nicht mehr erzielen kann. Der klassische Photohändler hat zudem Angst, wertige analoge Ware zu verkaufen.
    Dabei muss der Fotohandel reagieren, denn die digitalen Absätze gehen dramatisch zurück. Man müsste sich wieder klar zur analogen Fotografie bekennen, gerade junge Menschen sind es, die diese Art von entspannter Fotografie wieder zu schätzen lernen.
    Ich selbst produziere die Bilder (es sind einige tausend) für meine Blogs fast ausschließlich analog. Weil es mir einfach mehr Freude macht und ich die Bilder nicht mehr bearbeiten muss. Vor allem gefällt mir aber der Look vieler digitaler Aufnahmen nicht. Und genau da bekomme ich mittlerweile durchaus Bestätigung von anderen Reisebloggern, und von der Marketingabteilung eines großen Lebensmittelhändlers, die analoge Bilder beauftragen, weil sie einfach natürlicher wirken.

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