2 Tipps: Spiegelungen richtig fotografieren!

Spiegelung einer Lampe in einer Pfütze

Pfütze, Fenster und Co. richtig fotografieren.

Die Fotografie von Spiegelungen hat immer einen besonderen Reiz. Nicht nur, dass unsere Realität anders dargestellt wird. Auch Fotografen und besonders Anfänger werden bei diesen Bildern vor besondere Herausforderungen gestellt!

Spiegelung einer Lampe in einer Pfütze

So sollte ein Spiegelungsfoto nicht aussehen. Doch was tun?

So ist es mitunter nicht nur schwierig, die Kamera richtig zu bewegen, um den richtigen Bildausschnitt zu treffen. Sondern auch der Fokus will gut überlegt sein, wenn man beim Sichten der Bilder keine böse Überraschung erleben will.

Ich habe deshalb mal den Test gemacht, und dasselbe Motiv mit verschiedenen Foki (ist das die Mehrzahl von Fokus? …) fotografiert. Es handelt sich dabei um eine normale Straßenszene, nämlich eine Lampe, die sich in einer Regenpfütze spiegelt. Ihr wisst ja, das Neue und Unbekannte im Alltag aus besonderen Blinkwinkeln entdecken und *weitere fotografische Phrasen hier einfügen (Beispiele für Streetfotografie seht ihr übrigens hier).

Tipp 1: Fokus und Blende

Bei Spieglungsfotos ist man oft versucht, den Fokus falsch zu setzen. Denn die Szenerie besteht ja nicht nur aus dem gespiegelten Motiv. Schöne Farben oder Kompositionen können dazu verleiten, den Fokus nicht auf das eigentliche Motive zu legen. Doch das ist ein entscheidender Fehler!

Denke daran: Das Motiv ist in diesem Fall fast immer das sich spiegelnde Objekt. Deshalb empfiehlt es sich nicht nur, den Fokus ausschließlich darauf zu legen. Sondern zusätzlich sollte eine möglichst offene Blende (2,8 oder weiter) gewählt werden. Durch die so entstehende Unschärfe wird der Blick zusätzlich auf den einzig scharfen Punkt im Bild gelenkt – das Motiv.

Spiegelung einer Lampe in einer Pfütze

So sieht die Praxis aus! Enger Fokus auf das Motiv bei gleichzeitig starker Unschärfe der Ränder.

Etwas vereinfacht wird euch das dadurch, dass die Schärfenebene des Motivs zum Beispiel bei Spiegelungen in Pfützen fast nie mit der Schärfenebene der Umgebung kongruent ist. So fällt auch das schnelle Fokussieren sehr leicht.

Tipp 2: Die passende Ausrüstung für „Pfützen-Fotos“

Das schnelle Fokussieren bringt uns zum zweiten Tipp. Denn neben der richtigen Bildgestaltung gibt es auch Equipment, das euch die Fotografie von Spiegelungen enorm erleichtert.

Es empfiehlt sich eine Kombination, wie sie in der Streetfotografie sowieso häufig vorkommt. Wobei man bei einem Stillleben wie dem obigen nicht wirklich von Streetfotografie, außer im wörtlichen Sinne, reden kann.

Nikon Series E 1.8 50mm Objektiv

Gutes Beispiel für ein geeignetes Objektiv: Nikon Series E 1.8 50mm (hier ein kurzer Bericht).

Gemeint ist in diesem Fall ein sehr lichtstarkes Objektiv im Zusammenhang mit einer zeitautomatikfähigen Kamera. Beim Objektiv empfehle ich mindestens eine Maximalblende von 1.8, besser noch 1.4 oder größer.

Der Hintergrund ist schnell erklärt. Gerade wenn wir draußen unterwegs sind, sind die Spiegelungen nicht beständig. Erschütterungen durch vorbeifahrende Autos, ins Bild laufende Passanten und nicht zuletzt der Wind zwingen uns dazu, die spiegelnde Oberfläche ohne Verzögerung einzufangen. Denn bis die Sicht wieder frei ist oder sich das Wasser wieder beruhigt hat, kann es einige Zeit dauern. Daher wollen wir der Kamera eine sehr schnelle Verschlusszeit ermöglichen. Und das geht am besten durch eine große Blendenöffnung.

Außerdem wollen wir, wie oben bereits beschrieben, möglichst viel Unschärfe um das Motiv herum erzeugen. Auch dafür eigenet sich ein besonders lichtstarkes Objektiv am besten!

Nahaufnahme der Bedienelemente einer Nikon F-301

Das grüne „A“ auf dem Zeitenwahlrad steht für „Aperture“ und bedeutet soviel wie Blendenpriorität. Manchmal steht dort auch „Av“, zum Beispiel oft bei Canon-Kameras.

Die Zeitautomatik ist deshalb notwendig, weil wir uns die voreingestellte große Blendenöffnung durch die Automatik natürlich nicht wieder nehmen lassen wollen. Eine Programmautomatik würde sich nicht eignen, da sie sowohl Verschlusszeit als auch Blende verändert. Und eine Blendenautomatik scheidet natürlich völlig aus, da hier die Verschlusszeit die Konstante ist und nicht die Blende.

Fazit

Gut geeignet für dunkle Motive auf beweglichen Oberflächen: ein lichtstarkes Objektiv wie hier das Series E 1.8/50mm von Nikon. Außerdem wichtig: die Zeitautomatik.

Vergleich zweier Bilder mit scharfem und unscharfem Fokus einer Lampe in Spiegelung (Pfütze)

Hier noch einmal im Vergleich: Links der Probeshot und rechts das Bild mit den zwei angewandten Tipps.

Es ist wirklich nicht schwer, gute Spiegelungsfotos zu machen, wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält und die genannten Tipps beachtet.

Links seht ihr mit der Nikon F-301 und dem bereits erwähnten Nikon Series E 1.8 50mm Objektiv eine gute Kombination für das Fotografieren von Spiegelungen und Pfützen.

Hier könnt ihr übrigens die Nikon F-301 auf eBay kaufen (Anzeige/Affiliate-Link*).

Unten seht ihr noch einmal einen Vergleich. Hier wird besonders deutlich, wie sich die Tipps auf das Bild auswirken!

 

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe, ich erspare euch etwas Arbeit und Enttäuschung. Wer fotografisch schon länger unterwegs ist, wird dieses Vorgehen vielleicht schon verinnerlicht haben. Aber gerade Anfänger sollten mit diesen Tipps zur Fotografie von Spiegelungen schnelle und vor allem schöne Erfolge erzielen.

Ich freue mich auf eure Ergebnisse!

Keep Knipsing,

Euer Marcel

 

 

 

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