Schwarzschildeffekt: Das Grauen der Langzeitbelichtung

Der Schwarzschildeffekt ist schon ein recht lästiger Geselle. Denn wer ihn nicht kennt, wird mitunter Schwierigkeiten haben, Fehler bei Fotos mit Langzeitbelichtung zu ermitteln.

Was ist das Problem?

Dieser Fehler ist benannt nach seinem Entdecker Karl Schwarzschild (1873 – 1916). Er fand heraus, dass eine nach den Gesetzen von Blende und Verschlusszeit berechnete Belichtung bei langen (> 1 Sek.) und sehr kurzen (< 1/1000 Sek.) Belichtungszeiten  nicht funktioniert. Das Bild wird unterbelichtet. Das liegt daran, dass die Filmempfindlichkeit bei derartigen Belichtungszeiten abnimmt, also bspw. ein Film mit ISO 200 nur noch wie ein ISO 100 belichtet.

Was bedeutet das für Dich?

Der Schwarzschildeffekt fällt von Film zu Film unterschiedlich aus, sorgt aber bei den meisten Negativfilmen für einen schlechteren Kontrast und damit einen Qualitätsverlust. Das kann z. B. bei der Sternenphotographie sehr wichtig sein! Wer den Effekt umgehen möchte, sollte sich beim Hersteller oder in einschlägigen Foren erkundigen. Du kannst Dich aber auch an der Tabelle „Belichtung bei Nachtaufnahmen“ in der Rubrik „Lehrbilder“ orientieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Langzeitbelichtung_Zug.jpg

Das Selbe gilt übrigens auch für Aufnahmen in der Dämmerung! – Quelle: Nicolas17, „Langzeitbelichtung Zug„, CC BY-SA 2.0.

Ich kann aber zumindest alle digitalen Fotografen beruhigen: Der Schwarzschildeffekt tritt nur bei chemischen Fotografien auf. Also bei solchen, die mittels Licht und einer Emulsion ein Foto auf einem Film erzeugen.

Noch nicht genug Info’s? Dann hier weiterlesen!

Euer Marcel

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