Wer ist eigentlich dieser Bokeh?

Bokeh… wenn man ein wenig in Foren unterwegs ist oder sich intensiver mit der Anschaffung von Objektiven auseinandersetzt, wird man früher oder später auf diesen ominösen Begriff stoßen. Ich sage ominös, weil zumindest ich aus dem Wort absolut nichts ableiten konnte (trotz Großem Latinum).

Was hat es also damit auf sich? Bokeh kommt vom japanischen Wort boke (Aha, danke für nichts, Latein 😉 ).Übersetzt heißt boke soviel wie „verschwommen“ oder „unscharf“. Wenn man also vom Bokeh eines Objektives spricht, dann will man etwas über dessen Abbildungsleistung im Unschärfebereich der Photos sagen. Es geht dabei mehr um eine subjektive Empfindung, wie „schön“ die Unschärfe ist. Das ist ein wichtiger Faktor, denn auf nahezu allen Bildern ist ein unscharfer Bereich vorhanden.

Das Bokeh erscheint hier etwas unruhig und zu aufgebauscht für meinen Geschmack. Gerade bei Portraits würde es damit vom eigentlichen Bildinhalt ablenken.

 

Allgemein sagt man, dass die handgefertigten Objektive für analoge Kameras das bessere Bokeh gegenüber modernen Objektiven haben. Aber wie gesagt, da spielt das eigene Empfinden eine große Rolle. Wenn ihr euch ein Objektiv zulegen wollte (egal ob gebraucht oder neu), überprüft ruhig aus das Bokeh. Bei digitalen Kameras schießt ihr dafür einfach ein paar Photos damit. Bei analogen Kameras könnt ihr nur den Verkäufer fragen, ob er euch Bilder zeigen kann, die mit diesem Objektiv aufgenommen wurden.

Das Bokeh hier erscheint ruhiger, weil der Hintergrund „matschiger“ ist. Kann man mögen oder auch nicht, jedenfalls finde ich es schöner als das Bokeh oben.

Jetzt wisst ihr, was andere Fotografen meinen, wenn sie über das Bokeh eines Objektives oder eines Bildes sprechen – und könnt mitreden. Wenn ihr noch Tipps oder Meinungen zum Thema Bokeh habt, schreibt es gerne in die Kommentare!

Euer Marcel

 

 

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5 Antworten

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